Klaus Rocher - Stichwahl am 22.September

Persönliche Erklärung zu der Pressemitteilung vom 06.09.2019 von „DIE RANGSDORFER Bürger für Rangsdorf e.V.“

Offenes Bürgergespräch erneut gefordert

Meine Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern finden nicht im Internet statt. Einen persönlichen Zugang bei Facebook besitze ich nicht. Stattdessen spreche ich mit den Leuten von Angesicht zu Angesicht und das auch nicht nur im Wahlkampf, sondern immer. Dabei höre ich nicht nur Positives. Es gibt auch mal emotionale Ausbrüche und unsachliche Bemerkungen. Auch Anfeindungen erlebe ich durchaus. Man kann es eben leider auch bei größten Bemühungen nicht jedem recht machen, wenn man den Willen der Gemeinschaft umsetzen soll. Nach meiner Auffassung hat ein Bürgermeister das zwingend so auszuhalten. Zensur, welcher Mensch mit mir sprechen kann, die darf in meinen Augen nicht sein!

Kritik muss man als Bürgermeister aushalten können

Zwar kenne ich mich bei Facebook persönlich zu wenig aus, denke aber: Wer im Rahmen des Wahlkampfes im Internet Verlautbarungen abgibt, Pläne und Programme für Rangsdorf veröffentlicht, der muss hinnehmen, dass die Leser -wie auch im realen Gespräch- gegenteilige Meinungen äußern. Wie ich mich bei Bürgerdialogen vor Ort einem unbequemen Gesprächspartner oder einer Kritik ohne Ausweichmöglichkeit stellen muss, ist das auf Facebook offenbar auch so. Das Stehlen von Plakaten geht jedoch eindeutig zu weit. Leider musste auch ich Zerstörungen von Plakaten verzeichnen. Zudem wurde unser liebevoll restaurierter FDP-Wohnwagen beschmiert. (Ex-Bürgermeister)

Rangsdorfer fordern Podiumsdiskussion

Nach meinem Eindruck aus vielen Gesprächen, die ich unter anderem an den drei Tagen des Rangsdorfer Sommerfestes geführt habe, wünschen sich die Rangsdorfer vor der Stichwahl eine Podiumsdiskussion, bei der sie ihre Fragen an Herrn Scharfenberg und mich stellen können. Viele wollen sich abseits des Internets und abseits von Zeitungsartikeln von uns Kandidaten ein eigenes Bild machen.

Gegen Zensur von Bürgermeinungen

Was ist dabei das Problem? Das ist die Haupttätigkeit eines Bürgermeisters zum Beispiel in den vielen regelmäßigen Ausschusssitzungen oder Sitzungen der Gemeindevertretung. In der Einwohnerfragestunde darf jeder Bürger sein Anliegen vortragen. Eine Zensur oder Vorauswahl der Redner findet hier nicht statt. Deshalb gehe ich davon aus, dass ein Bewerber auf das Bürgermeisteramt damit unter keinen Umständen ein Problem haben darf und fordere Herrn Scharfenberg erneut auf, sich an einer Podiumsdiskussion zu beteiligen. Die oben genannte Pressemitteilung stellt für mich deshalb keinen Grund dar, warum die Veranstaltung nicht zustande kommen soll. Ich schlage vor, dass die Moderation von einer neutralen Instanz wie der Märkischen Allgemeine Zeitung übernommen wird, wie es bereits im August angedacht war.

Terminangebote stehen weiterhin

Deshalb verweise ich noch mal auf meine Terminangebote am 13.09.2019 nach 17 Uhr, am 14. und 15.09.2019 nach 10 Uhr oder am 16. und 17.09.2019 nach 18 Uhr. Die Kosten für die Saalmiete im Seebad Hotel würde ich hälftig übernehmen, die Miete des Rathaussaals in Höhe von 60,00 Euro würde ich ganz übernehmen. Im Rahmen einer solchen Veranstaltung verbitte auch ich mir von jedem Teilnehmer unsachliche Äußerungen gegenüber anderen Rednern, meinem Mitbewerber und auch gegenüber meiner Person.

Unsachliche Verschwörungstheorien

Die „Verschwörungstheorien“ aus der oben genannten Erklärung werde ich nicht im Einzelnen kommentieren. Gestohlene Plakate und verbale Anfeindungen in den sozialen Medien wertet der Verein „Die Rangsdorfer“ als gezielte Angriffe auf die Kandidatur von Herrn Scharfenberg. Sogar ich selbst komme in der Aufzählung angeblicher Attacken auf ihn als Akteur vor: „Zuvor hatte Klaus Rocher mit Steuergeld versucht, einen Banner auf dem Rechtsweg zu verhindern, ist aber damit vor den Verwaltungsgericht Potsdam und dem Oberverwaltungsgericht gescheitert.“
Pressemitteilung enthält Verleumdung
Der oben zitierte Satz ist übrigens ein gutes Beispiel, wie echte öffentliche Verleumdungen ausse-hen. Denn schon zur Kommunalwahl habe ich mich, und das weiß Herr Scharfenberg aus meiner Beantwortung seiner Anfrage im Bauausschuss am 13.08.2019, in der Frage jeglicher Plakatierungen für die Wahl befangen erklärt. Denn als Mitbewerber hätte ich einen persönlichen Vor- oder Nach-teil von der Bearbeitung dieses Themas haben können. Dieses Handeln von mir ist auch aktenkun-dig. Den gesamten Vorgang habe nicht ich, sondern die stellvertretende Bürgermeisterin zu ver-antworten. Trotzdem wird behauptet, ich persönlich hätte mit Steuergeld versucht, ein Banner zu verhindern! Etwas anderes im Wahlkampf öffentlich zu behaupten ist Verleumdung.

„Die Rangsdorfer“ verhindern Webauftritt von mir

Leider wird in der Presseerklärung versäumt zu erwähnen, dass seitens des Vereins die „Die Rangsdorfer e.V.“ bereits ein Jahr vor dem Wahlkampf zur Kommunalwahl unfaire Methoden ge-gen mich auf den Weg gebracht wurden. So buchte der Verein nach eigenen Aussagen bereits im Juni 2018 die Internet-Adressen www.klaus-rocher.de und www.klausrocher.de und das ohne mein Wissen oder meine Zustimmung. Ist es da verwunderlich, dass es daraufhin eine Welle der Empörung auf Facebook gegen den Vereinsvorsitzenden gab? Außerdem hatte der Verein unter der Adresse direkt auf seine eigene Webseite oder zeitweise auch auf einen negativen Zeitungsar-tikel über mich umgeleitet. Mit einem Jahresvertrag hat er dafür gesorgt, dass ich meinen eigenen Namen für eine eigene Webseite erst zehn Tage vor der Bürgermeisterwahl benutzen konnte.

Rangsdorf, 09.09.2019
gez. Klaus Rocher

Hintergrund zur Podiumsdiskussion

Lange vor der Bürgermeisterwahl am 1.September 2019 hat die Märkische Allgemeine Zeitung versucht, eine Bürgerdiskussion mit den drei Kandidaten Oliver Scharfenberg, Christian Möller und mir zu organisieren. Trotzt vieler Terminangebote konnte sich jedoch Herr Scharfenberg von der Vereinigung „Die Rangsdorfer“ zeitlich dafür nicht freimachen.

Wenige Tage später startete Jürgen Muschinsky von der Rangsdorfer CDU einen neuen Versuch, die Kandidaten Rocher und Scharfenberg zu einer CDU-Podiumsdiskussion zusammenzubringen. Die Veranstaltung musste ich jedoch ad hoc alleine bestreiten, da Herr Scharfenberg zwei Stunden vor Beginn krankheitsbedingt absagte.

Im Rahmen des Rangsdorfer Sommerfestes hatte die evangelische Pfarrerin Seehaus den Wunsch, bei ihrer Moderation der Bühnenveranstaltung die beiden Bewerber Rocher und Scharfenberg auf die Bühne zu bitten. Dies kam nicht zustande, weil Scharfenberg auf dem Fest von ihr nicht gesehen wurde.

Auch ohne Mitbewerber wollte ich darauf hin Wähler in einem ungezwungenen öffentlichen Rahmen hören und lud am Donnerstag vor der Wahl ins Lido am See ein. Viele Rangsdorfer nutzen diese Möglichkeit.

Noch in der Wahlnacht des 1.September, als feststand, dass es eine Stichwahl geben wird, schlug ich erneut einen öffentlichen Bürgerdialog vor. Nun sagte Herr Scharfenberg, sogar in der MAZ veröffentlicht, zu und bat um Terminvorschläge. Neun verschiedene Tage mit verschiedenen Terminmöglichkeiten habe ich am 02.09.2019 angeboten. Herr Scharfenberg schrieb per Email am 03.09.2019, er müsse erst mit seinem Wahlkampfteam darüber sprechen. Seit dem warte ich auf eine Rückmeldung zum Termin. Am vergangenen Freitag gab es dann eine Reaktion. Doch statt einer persönlichen Antwort an mich veröffentlichten „Die Rangsdorfer“ eine Pressemitteilung, die wie eine „Verschwörungstheorie“ anmutet. In der Erklärung heißt es sinngemäß am Ende, aufgrund von Kommentaren auf der Plattform Facebook lehne Herr Scharfenberg ein öffentliches Wahlforum beider Kandidaten ab, bei dem jeder Bürger Fragen stellen kann.